Mammaconnect-Blog

 

Wie ein harmloser Auftrag zur Erweiterung einer Webpage beinahe zum Untergang einer Firma geführt hat - Vorsicht an alle Mamis die sich selbständig machen wollen.

20.11.2017

Mammaconnect soll nicht nur Tipps und Know-How weitergeben, sondern auch anhand von konkreten Beispielen aufzeigen, wo Gefahren und Risiken lauern. Daher möchte ich mit Euch mein eigenes trauriges Ereignis teilen, um vielen Mamis auf dem Weg zur Selbstständigkeit vorwarnen zu können.

Sich selbständig machen ist eine Herausforderung, aber in der heutigen digitalen Zeit einfacher denn je. Aber ich muss nach neusten Erkenntnissen leider auch sagen, dass es auch viel mehr Risiko gibt.

Als selbständige und kreative Person, bin ich weder IT-Spezialist noch Webapplikations-Programmierer. Und so habe ich für meine neuste Erfindung und Idee im vergangene April einen IT-Spezialist beauftragt meine Homepage zu erweitern. Ich hatte den IT-Spezialisten M. Hug ausgewählt, weil er in der Schweiz wohnt und bei einer Schweizer Firma angestellt war. Als ehemalige Risiko Managerin war es mir wichtig dass die Daten in der Schweiz bleiben. Zudem prüfte ich Referenzobjekte der Firma, welche ich als gut befand. Die Erweiterung der neuen Plattform sollte Ende Mai 2017 fertig sein. Er machte sich in dieser Zeit aber selbständig. Er siedelte in ein Grotto ins Tessin um, um eine bessere Lebensbalance zu erhalten. Die Fertigstellung meines Auftrages verzögerte sich dadurch. Im Juni wollte ich euch allen erstmals einen neuen Auftritt von Mammaconnect zeigen, doch leider funktionierte die Homepage nicht richtig. Die neu erbaute Plattform kam nicht bzum laufen. Es war für mich ein grosser Reputationsschaden. Die damals gehaltenen Vorträgen zum Thema Beruf und Familie konnten leider nicht durch eine funktionierend laufende Webpage unterstützt werden. M. Hug versicherte mir, die Plattform endlich fertig zu stellen, doch stattdessen verstrichen unzählige Deadlines und die Plattform war Mitte Oktober immer noch nicht fertig Im Gegenteil, wie einige von Euch gemerkt hatten war ich für paar Wochen offline und sogar Mails erreichten mich nicht mehr. Er versprach sofortige Fehlerbehebung und Fertigstellung..was bis heute leider nicht erfolgte da er "untergetaucht" ist.

In mühseliger Recherche konnte ich in Erfahrung bringen, dass ich nicht die einzige geschädigte Kundin war. Da aber in der Schweiz das Gesetzt zu digitalen Daten noch erheblich hinterher hinkt und zudem manche Server in Deutschland stehen und somit auf Internationalem Recht basieren, wehren sich nicht alle Kunden. Als Mensch mit grossem Sinn für Gerechtigkeit wählte ich jedoch den mühsamen Weg mit einem Anwalt und der Polizei...Abend für Abend baute ich nun selber eine neue Webpage, suchte mir den Zugang zu meinen Mails und verlor etliche Nerven und Stunden, Dinge welche eine Mami nicht zusätzlich hat.

Ich möchte Euch mit diesem für mich einschneidenden Erlebnis aufzeigen, wie ein harmloser Auftrag zur Erweiterung einer Webpage beinahe zum Untergang einer Firma führen kann. In jüngster Zeit erreichten mich viele Mamis, welche mir ähnliche Geschichten erzählten. Es handelt sich um Datenklau, nicht Wiederhergabe von Daten, nicht Erfüllen eines bezahlten Auftrages, nationales versus internationales Datenrecht und vieles mehr.

Die Digitalisierung bringt uns nicht nur Nutzen sondern birgt viele Risiken, und zwar Risiken die man als "Nicht-IT-Spezialist" gar nicht erahnen kann. Hier ein paar Punkte, die man beim Auftrag zum Bau oder zur Erweiterung einer Webpage beachten muss:

- Wenn ein Auftrag an einen IT-Spezialist erteilt wird, soll dieser nur in kleinen Teil raten entschädigt werden. Erst bei Fertigstellung oder beim Erreichen definierter Meilensteine erfolgt die abschliessende Bezahlung.

- Ein Back-Up der Daten muss dem Auftraggeber periodisch abgegeben werden. So kann man in Situationen eines Verlustes, wenigstens die erarbeiteten Daten wiederherstellen.

- Informiere Dich genau wo der Server mit den Daten steht und wer ihn hostet.

- Es empfiehlt sich, vorgängig eine Rechtschutzversicherung abzuschliessen.


Eure Sara Müller


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